Rosmarin pflanzen im Eigenanbau

2. April 2019 0 Von Diana

Rosmarin pflanzen im Eigenanbau

Wuchs

Rosmarin pflanzen

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Bei Rosmarin handelt es sich um einen Halbstrauch. Die Triebspitzen verholzen bis zum Winter nicht vollständig. Rosmarin wächst dichtmaschig und aufrecht. Kantig und stark verzweigt sind die Triebe. Je nach Sorte und Klima kann Rosmarin bis zu zwei Meter hoch wachsen.

Die röhrenförmige Lippenblüten erscheinen in den Blattachseln der Triebenden im zweiten Frühjahr ab März bis Anfang Mai. Je nach Sorte können die Blüten blauviolett, hellblau, weiß oder rosa sein. Zudem werden durch die Blüten viele Insekten angelockt.

Standort und Boden

Rosmarin bevorzugt einen sonnigen, warmen und geschützten Standort. Am besten sollte dieser ein günstiges Mikroklima haben. Das Kraut verträgt Hitze sehr gut und kann sowohl in milden Regionen als auch in einem Topf gepflanzt werden. Der Boden sollte mäßig trocken und durchlässig kalkhaltig sein. Zusätzlich darf der Boden etwas steinig sein.

Pflanzung und Pflege von Rosmarin

Es ist zu empfehlen, den Rosmarin in einem Topf auf der Terrasse oder einem Balkon zu kultivieren. Im Herbst kann die Pflanze dann in einem unbehüteten Gewächshaus überwintert werden. Wenn die Pflanze einen guten Winterschutz hat, kann diese auch an einem geschützten Standort mit mildem Weinbauklima gehalten werden. Der Rosmarin fühlt sich zwischen Lavendel, Ysop und Thymian an dem höchsten Punkt wohl. Ein schwerer Boden sollte mit Kies oder Sand aufgelockert werden. Als Standort ist auch ein Steingarten geeignet. Im Frühjahr sollten die Freilandpflanzen in eine magere und durchlässige Erde gesetzt werden.

Rosmarin Pflege

Dünge deine Kräuter richtig

Wenn der Rosmarin in einem Topf gehalten wird, sollte die Blumenerde oder Kräutererde mit Sand oder Tongranulat gemischt werden. Zudem sollte der Topf über ein Abzugsloch verfügen. Er sollte regelmäßig aber mäßig mit Wasser gegossen werden. Trockenheit wird von der Pflanze vertragen, jedoch ist Staunässe ungeeignet. Der Rosmarin sollte seltener umgetopft werden. Je älter dieser wird. Der Strauch kann kompakt gehalten werden, wenn dieser Ende März nach der Blüte zurückgeschnitten wird. Gedüngt werden muss die Pflanze nicht. Allerdings sollten Topfpflanzen zwei bis drei Mal pro Saison mit Flüssigdünger versorgt werden. Dieser sollte jedoch niedrig dosiert sein.

Winterschutz

Da Rosmarin -8 °C bis 10 °C verträgt, sollte dieser so lange wie möglich draußen gehalten werden. Zum Überwintern sollte Rosmarin in einem ungeheizten Gewächshaus gehalten werden. Auch in einer Garage kann dieser überwintert werden. Im Winter verliert der Rosmarin seine Blätter, die im Frühjahr wieder austreiben. Der Wurzelballen sollte im Winzer nicht austrocknen, mehr Wasser benötigt der Rosmarin im Winter nicht. Die Pflanze kann ab März wieder auf die Terrasse gestellt werden.

Rosmarin, der draußen steht, sollte im Wurzelbereich mit einer dicken Herbstlaubschicht geschützt werden. Mit einem Wintervlies kann die Krone geschützt werden. Damit eine Freilandpflanze überlebt, muss der Boden durchlässig trocken sein.

Ernte und Verwertung von Rosmarin

Rosmarin kann das ganze Jahr über geerntet werden. Hierfür werden die einzelnen Blätter gepflückt. Es können aber auch die ganzen Triebspitzen mit einem Messer abgeschnitten werden. Zum Verfeinern von Fleischgerichten können die Blätter frisch oder mitgemocht verwendet werden. Aber auch Aufläufe, Desserts, Chutneys oder Marmelade lassen sich mit einer geringen Dosis verfeinern. Eine beliebte Zutat ist es besonders in der mediterranen Küche. Auch Öl kann sich aromatisieren lassen, indem frische Zweige darin eingelegt werden. Durch Trocknen des Rosmarins wird das Aroma nicht verloren gehen.

Sorten

  • „Arp: Hierbei handelt es sich um eine robuste und winterharte Sorte. Diese hat hellblaue Blüten. Die Blätter sind dick und graugrün.
  • „Davor: Diese Sorte ist kleinwüchsig. Daher ist sie sehr gut für Töpfe und auf der Terrasse oder dem Balkon geeignet. Die Blüten sind rosafarbig.
  • „Blaulippe: Dies ist eine kompakte Sorte. Die Blüten sind dunkelblau. Jedoch ist diese Sorte relativ empfindlich Frost gegenüber.
  • „Majorca Pink: Diese Sorte hat einen säulenförmigen Wuchs. Die Blüten sind zartrosa und zahlreich. Zudem sind die Nadeln hellgrün. Diese Sorte ist jedoch sehr empfindlich und eignet sich daher eher für Töpfe.
  • „Severn Sea: Die Rosmarinsorte wächst ausladend. Sie hat schmale Blätter und die Blüten sind violettblau. Überwintert werden sollte diese Sorte an einem hellen und kühlen Ort.
  • „Tuscan Blue: Diese Sorte wächst schnell und aufrecht. Die Blätter sind blaugrün und haben ein intensives Aroma.

Vermehrung

Gut vermehren lässt sich Rosmarin durch Stecklinge. Hierfür müssen ca. 10 cm lange Triebspitzen abgeschnitten werden. Die unteren Blätter werden abgestreiften und die Triebstücke werden einzeln für ca. 5 cm in einen Topf gesteckt. Die Erde muss etwas angefeuchtet werden und über die Töpfe wird ein transparenter Folienbeutel gestülpt. Auch durch eine Aussaat kann Rosmarin vermehrt werden. Dies ist im Frühling möglich. Jedoch sind junge Sämlinge für Pilzkrankheiten empfindlich und wachsen langsamer.

Krankheit und Schädlinge

Im Grunde ist Rosmarin nicht sehr anfällig Krankheiten gegenüber. Wenn die Pflanzen zu dicht aneinander stehen, kann echter Mehltau vorkommen. Sollte die Erde zu nass sein, kann es oft zu Wurzelfäule kommen. Dadurch wird ein Befall von Pilzkrankheiten begünstigt. Blatt- und Wollläuse sowie Spinnmilben kommen nur sehr selten vor. Durch den hohen Gehalt an ätherischen Ölen werden jedoch die meisten Schädlinge ferngehalten.

Herkunft

Zu der Familie der Lippenblütler gehört Rosmarin. Es ist ein typisches Mittelmeergewächs. Finden kann man Rosmarin vor allem in den Küstenregionen und an Felsenhängen im Mittelmeerraum. Übersetzt heißt der lateinische Name „rosmarinus“ „Tau des Meeres“. Diese Bezeichnung kann auf das Vorkommen an der Mittelmehrküste hindeuten. Es gibt jedoch auf die Vermutung, dass der Name an die griechische Bezeichnung angelehnt ist, die „balsamischer Strauch“ bedeutet. Diese Bezeichnung sagt aus, dass Rosmarin einen sehr hohen Anteil an ätherischen Ölen hat.

Verwendet wurde es in der Antike wegen seines starken Duftes. Er wurde für rituelle Räucherungen verwendet. Zudem war er ein Symbol für Liebe und Treue. Im Mittelalter wurde es vor allem als Heilkraut verwendet. Zusätzlich wird dieses Kraut seit Jahrhunderten zum Verfeinern von Gerichten verwendet. Da sich Rosmarin auch trocknen lässt, kann es auch zu Tee verarbeitet werden. So kann es gegen Kopfschmerzen oder Nervenschmerzen helfen.