Petersilie pflanzen im Eigenanbau

3. April 2019 0 Von Diana

Petersilie pflanzen – im Garten oder Topf

Petersilie pflanzen Samen

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Petersilie wird ca. zwei Jahre alt. Die 30 cm hohe Rosette wird im ersten Jahr gebildet. Diese besteht aus gefiederten und dunkelgrünen Blättern. In dem zweiten Lebensjahr wird im Juni ein 60 cm hoher Blütenstängel gebildet. An diesem bilden sich wiederum gelbgrüne Doldenblüten. Im Herbst werden aus diesen Doldenblüten die Samen entwickelt. Nach dieser Zeit wird das Blattwachstum eingestellt und die Pflanze ist für eine Ernte nicht mehr verwendbar.

Standort und Boden Persilie

Damit die Petersilie gedeihen kann, muss der Standort halbschattig sein. Zudem muss der Boden tiefgründig, humos und durchlässig sein. Ein Beet, welches im Herbst mit Kompost oder organischem Dünger angereichert wird, ist von Vorteil. Zudem reagiert Petersilie auf einen verkrusteten Boden.

Aussaat und Pflanzung

Damit Petersilie im Sommer und im Herbst geerntet werden kann, ist eine Aussaat ab Mitte März im Freiland sinnvoll. Dabei werden die Samen 1 bis 2 cm tief und mit 20 bis 30 cm Reihenabstand ausgesät. Die Keimdauer hat eine Länge von 3 bis 4 Wochen. Daher sollte der Boden gleichmäßig gewässert und frei von Unkraut gehalten werden. Damit die Erde feucht und warm bleibt, kann das Beet mit einem Vlies oder einer Lochfolie abgedeckt werden. Damit auch im Winter Petersilie geerntet werden kann, muss diese bis Ende Juli ausgesät werden. Danach ist es empfehlenswert diese in einem Gewächshaus anzubauen.

Mini Gewächshaus Petersilie

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Ab Mitte Januar kann die Petersilie auch in einer Aussaatschale oder in Töpfen vorgezogen werden. Die Keimung muss hier bei 25 °C stattfinden. Danach werden die Pflanzen bei 15 °C kultiviert. Dadurch werden diese vor dem Aussetzen im April abgehärtet.

Pflege von Petersilie

Es wird viel Feuchtigkeit benötigt, jedoch ist eine Staunässe nicht geeignet. Der Boden muss regelmäßig gelockert werden. Dadurch wird ein erneuter Austrieb gefördert und Unkraut wird beseitigt. Das Beet sollte mit Kompost vorbereitet werden. Anschließend wird keine weitere Düngung benötigt.

Ernte und Lagerung von Petersilie

Ab dem späten Frühjahr können immer frische Blätter geerntet werden, wenn de Pflanzen kräftig genug sind. Sobald diese jedoch angefangen haben zu blühen, sind die Blätter nicht mehr genießbar. Am besten sollten die Blätter frisch zerkleinert und über Quark, Kartoffeln, Suppen, Salate oder Soßen gestreut werde. Die Blätter sollten nicht mitgemocht werden. Die Petersilie lässt sich bei 200 °C für 1 Minute im Backofen trocknen. Hierdurch werden jedoch das Aroma und die Farbe verloren gehen. Konservieren kann man Petersilie durch Einfrieren. Hierfür muss diese gewaschen und trockengeschüttelt werden. Anschließend wird diese gehackt und Behälter gegeben, die zum Einfrieren geeignet sind.

Mischkultur und Fruchtfolge

Petersilie darf nur alle 4-5 Jahre auf demselben Beet angebaut werden. Dies gilt für alle Doldenblütler. Zudem sollten sich andere Doldenblütler nicht auf demselben Beet befinden. Jedoch können Spinat, Tomaten, Radieschen oder Mangold als Mischkulturpartner angebaut werden. Ebenfalls als Pflanzenpartner ungeeignet ist Kopfsalat.

Sorten

Es werden bei Blattpetersilie Sorten mit glatten und mit gekrausten Blättern unterschieden. Als besonders vitaminreich und aromareich gilt Petersilie mit glatten Blättern.

Glatte Blattpetersilie:

„Laura“: Hierbei handelt es sich um eine Schnittpetersilie mit glatten Blättern. Diese hat einen kompakten Wuchs und hat ein intensives Aroma. Der Wuchs ist kräftig und aufrecht.
„Einfach Schnitt“: Dies ist ebenfalls eine aromatische Sorte mit glatten Blättern.
„Gigante d‘Italia‘: Diese Sorte ist gut zum Trocknen geeignet. Ebenso hat diese große Blätter und ist sehr ertragreich.

Krause Blattpetersilie:

„Mooskrause“: Diese Sorte ist altbewährt. Sie besitzt mittel- bis dunkelgrüne Blätter, die sehr stark gekraust sind. Ebenso besitzt diese einen langen Stiel. Diese Sorte ist sehr resistent Krankheiten gegenüber.
„Gärtnerstolz“: Diese Sorte ist sehr alt und robust. Sie hat ein geringes intensives Aroma.
„Lisette“: Die Blätter dieser Sorte sind zart gekraust. Sie eignen sich gut, um Speisen zu garnieren und Salate zu würzen.
„Sperlings Smaragd“: Diese Petersiliensorte ist dicht gefüllt und ertragsreich. Zudem übersteht diese auch die Winterzeit.
„Grüne Perle“: Bei dieser Sorte handelt es sich um Petersilie, die auch für eine Spätaussaat geeignet ist. Sie hat dicht gekrauste und dunkelgrüne Blätter.

Krankheiten und Schädlinge

Blattpetersiliesorten mit glatten Blättern sind anfälliger für Krankheiten als Sorten mit gekrausten Blättern. Ab Juni machen sich Fadenwürmer mit einer roten Laubfärbung bemerkbar. Ebenso kann die sogenannte Septoria-Blattfleckenkrankheit vorkommen. Bei dieser Pilzkrankheit werden braune Flecken an den Blättern gebildet. Auf denen sitzen schwarze Sporen. Die Samen mit heißem Wasser als Gegenmaßnahme behandelt werde. Ein Befall mit falschem Mehltau kann im Herbst auftreten. Durch einen regelmäßigen Fruchtwechsel sowie ausreichen Abstand zwischen den Pflanzen kann diesem vorgebeugt werden.

Herkunft

Ursprünglich stammt Petersilie aus Südosteuropa. Es gehört zu der Familie der Doldenblütler. Dieses sehr beliebte Küchenkraut wird vor allem zum Würzen und Verfeinern von Gerichten verwendet. Es gibt zwei verschiedene Sorten. Die eine Sorte besitzt glatte Blätter, wohingegen die andere Sorte gekrauste Blätter hat. In Petersilie sind wertvolle Mineralstoffe enthalten. Unteranderem Calcium, Eisen, Vitamine A, B und C sowie ätherische Öle.