Milch-Creme als Gesichtscreme – Naturkosmetik selbst machen

Grundrezept für Milch-Creme selbst machen (Naturkosmetik)

Die Pflege der Haut fängt schon bei den Kindern an. Sie sind nicht wirklich immer begeistert vom waschen und eincremen, doch kommen sie leider nicht daran vorbei. Bei empfindlicher Haut ist es notwendig die Haut mit Vitamen und Co zu versorgen. Auch Umwelteinflüsse führen zu Hautreizungen, die durch die richtigen Cremes und Salben gelindert werden können. Doch viele Kinder sowie auch Erwachsene reagieren mittlerweile mit allergischen Reaktionen auf verschiedene Inhaltsstoffe in gekauften Cremes oder Lotionen. Neurodermitis und andere Hautkrankheiten erschweren zunehmend das Leben. Oft stecken Umwelteinflüsse oder aber auch die falsche Behandlung mit Cremes, Ölen und Co dahinter. Schließlich will uns die Werbung weismachen, dass wir ohne Tagescremes bestimmter Hersteller noch schneller altern oder unsere Haut mit Vitaminen nicht ausreichend versorgt wird. Dabei finden wir fast alles für die tägliche und gesunde Körperpflege in unserer Küche.

Das Grundrezept für die Milch-Creme kannst du weiter nach Belieben auf deine Haut abstimmen. Mit Avocados, Kaffeesatz oder auch Bananen. Achte aber hierbei darauf, dass es sich um verderbliche Lebensmittel handelt. Das heißt also, dass diese nicht lange haltbar sind. Gerade ohne Konservierungsstoffe und Emulgatoren ist diese meinst nur 5-7 Tage bei normaler Zimmertemperatur, im Kühlschrank circa 14 Tage haltbar. Es lohnt sich, einen Teil immer als pure Mich-Creme aufzubewahren und je nach Hautbedürfnis die Zutat kurz vor der Verwendung hinzuzugeben.
Wenn dir das Ganze zu mühselig erscheint, kann auch die Zutaten einfrieren. Dazu ist es ratsam, hierfür eine Eiswürfelform zu nehmen und diese gleich Portionsweise einzufrieren.

Sparen und ökologisch denken

Mit der selbstgemachten Mich-Creme tust du nicht nur deiner Haut einen wirklichen Gefallen, sondern sparst auch noch. Ein weiterer netter Nebeneffekt ist, dass du etwas für das Gleichgewicht unserer Umwelt unternimmst. Und gerade zu den Zeiten, bei denen sich der Klimawandel immer bemerkbarer macht, ist das extrem wichtig, dass wir alle beginnen umzudenken. Keine Chemie im Erdreich, keine schlechten Abgase durch Industrie.

Das Grundrezept Milch-Creme als Hautcreme

Damit die Hautpflege nicht nur ihren Zweck erfüllt, sondern auch Spaß macht, lässt sich aus ganz einfachen Mitteln, die nahezu jeder zuhause hat, eine Milch-Creme herstellen. Die Milch-Creme eignet sich hervorragend zur kosmetischen Pflege und kann auch perfekt von Allergikern verwendet werden, da sie keinerlei Konservierungsstoffe enthält.

Für die Zubereitung wird lediglich ein Stabmixer benötigt, der auch Zauberstab genannt wird. Der einzige Nachteil der Creme besteht darin, dass sie nur begrenzt haltbar ist, da frische Milch dazu verwendet wird. Wer etwas Honig oder ätherische Öle mit beigibt, kann die Haltbarkeit ein wenig hinauszögern. Natürlich gibt es auch andere Inhaltsstoffe, die die Creme noch haltbarer machen. Doch wir möchten euch zeigen, wie es ohne Chemie geht.

Zutaten:

  • 50 ml zimmerwarme Vollmilch
  • 100 ml Pflanzenöl (Rapsöl, Olivenöl)
  • 10 – 20 Tropfen 100 % ätherisches Öl nach Wahl
  • ein Teelöffel Honig nach Wahl

Zubereitungszeit: 10 Minuten

Zubereitung: Alle Zutaten müssen die gleiche Temperatur haben. Das beste Ergebnis entsteht bei einer Zimmertemperatur von etwa 20 Grad. Vor der Zubereitung solltest Du alle Zutaten so hinstellen, dass sie direkt griffbereit sind, ohne lange suchen zu müssen. Auch ein Messbecher ist nicht so verkehrt, um die richtigen Mengen zu erhalten. Das Öl sowie die Milch passend abmessen und jeweils in ein Gefäß geben. Bei der Milch ist es wichtig, dass es sich um hohes Rührgefäß handelt, da sie am Anfang beim Verrühren noch spritzen wird. Um das zu verhindern, kann das Rührgefäß problemlos mit der freien Hand etwas abgedeckt werden. Nun solltest Du die Milch ungefähr zwei Minuten mit dem Pürierstab bearbeiten.

Jetzt kann das Pflanzenöl tropfenartig in die Milch gegeben werden. Wirklich nur tropfenartig, da es sonst nicht andickt, wie einige Selbstversuche zeigten. Hierbei ist es wichtig, dass so lange gerührt wird, bis von dem Öl nichts mehr zu sehen ist. Dieser Arbeitsgang wird solange wiederholt, bis das komplette Öl in der Milch untergerührt ist. Sehr wichtig ist es hierbei, dass das Öl langsam eingerührt und gründlich verrührt wird, denn darin liegt das ganze Geheimnis der Milch-Creme.

Zu Anfang ist die Konsistenz der Milch-Creme noch sehr flüssig, doch im Laufe des Rührvorgangs wird diese deutlich dicker. Nachdem das komplette Öl vollständig in der Creme eingerührt worden ist, kann ruhig noch etwas weiter gerührt werden, um eine Stabilisation der Konsistenz zu erreichen. Die auf diese Weise hergestellte Creme ist wunderbar geschmeidig und angenehm weich.

Je nach Art des Öls erhält die Milch-Creme eine andere Farbe. Durch die Verwendung von Johanniskraut-Öl beispielsweise schimmert die Creme in einem rötlichen Farbton. Zum Abschluss können nun deine gewählten ätherischen Öle hinzufügt werden, die ebenfalls gründlich eingerührt werden müssen. Auf diese Weise erhält die Milch-Creme einen individuellen Duft, der ganz auf die persönlichen Wünsche abgestimmt werden kann. Achte darauf, dass Öle auch allergische Reaktionen ausläsen können. Darum teste es vorab an einer Körperstelle. Achte ebenfalls darauf, dass die ätherischen Öle 100% rein sein müssen. Weiteres findest du hier zum Thema ätherische Öle.

Nachdem du nun die Milch-Creme zubereitet hast, fülle diese in mehrere Salbentiegels. Damit du lange Zeit etwas davon hast, sollten die Salbentiegel in den Kühlschrank gestellt werden. Nun noch die Salbentiegel mit dem jeweiligen Inhalt sowie dem Herstellungsdatum versehen und schon hast für eine längere Zeit ein selbst hergestelltes kosmetisches Pflegeprodukt.

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